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Autor Thema: Gefahr durch Wasserleitungen aus Kunststoff  (Gelesen 181 mal)
Medizinmann99
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Bleep.


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« am: 03. Februar 2008, 13:29:53 »

Gefahr durch Wasserleitungen aus Kunststoff
06.01.2004
Kiel/Kopenhagen (Ullrich Meißner) - Die Alarmglocken bei der dänischen Umweltbehörde in
Kopenhagen schrillen, das Kieler Verbraucherschutzministerium ist hellhörig geworden -
Wissenschaftler der Dänischen Technischen Universität (DTU) in Kopenhagen haben herausgefunden,
dass es um die Trinkwasserversorgung nicht so gut bestellt ist, wie bislang gedacht: Die modernen
Kunststoffrohre sind potenzielle Gefahrenquellen.
Nicht nur in Dänemark, auch in allen anderen europäischen Ländern kann es zu massiven Problemen
kommen. In den Versorgungsleitungen finden Bakterien ideale Lebensbedingungen. Hinzu kommt,
dass die Rohre selbst auch noch chemische Substanzen ins Wasser abgeben, von denen einige
von der EU als hormonwirksam eingestuft sind. Dabei galt das Wasser-Versorgungsnetz in Dänemark
bislang als mustergültig, beziehen doch mittlerweile zwei Drittel aller Verbraucher ihr Nass aus
moderne n Kunststoffrohren.
Im Kieler Verbraucherschutzministerium kennt man die DTU-Untersuchungen bislang noch nicht
im Detail, will diese aber umgehend anfordern. Wie in Deutschland auch, werden in Dänemark
landesweit nach und nach die alten Versorgungsstränge durch sogenannte PE-Kunststoffrohre
ersetzt. Bislang, so Mikrobiologe Hans Jörn Albrechtsen von der DTU, sei man davon ausgegangen,
dass die Kunststoffrohre die optimale Lösung seien, die die bekannten Gefahren für die menschliche
Gesundheit durch andere Materialien, wie etwa Blei- oder Kupferrohre eliminieren könnten. Doch
weit gefehlt. Die Forschungsergebnisse der DTU, die noch nicht vollständig ausgewertet sind, wurden
dieser Tage auch durch Untersuchungen der norwegischen Lebensmittelüberwachung bestätigt.
Ole Ladefoged von der Verbraucherbehörde in Kopenhagen: "Drei der von den Norwegern in PE-
Rohren nachgewiesenen Chemikalien sind von der EU als hormonwirksam eingestuft worden. Einer
dieser Stoffe, 4-tert butylphenol, darf nicht einmal in Verpackungsmaterial für Lebensmittel
eingearbeitet werden. Über die beiden anderen Stoffe wissen wir noch zu wenig."
 Kunststoffrohre, so Mikrobiologe Albrechtsen, geben unter anderem Phenole an das Trinkwasser
ab. Doch dies sei nicht die einzige Gefahr, erläutert er. Für die EU erstelle sein Haus gerade eine
Dokumentation der Forschungsergebnisse, denn gefunden worden sei im Wasser auch ein anderer
gefährlicher Stoff: MTBE. Üblicherweise findet der sich nur in Benzin, konnte aber auch im Wasser
nachgewiesen werden - in zehnfach höherer Konzentration als der Grenzwert erlaubt.
Gefährlich für den Menschen können neben dem Chemiecocktail auch Bakterien im Trinkwasser
werden. "Die Mikroorganismen wachsen in den Kunststoffleitungen, weil sie durch die Rohre selbst
mit Nahrung versorgt werden", sagt der Mikrobiologe. Die PE-Rohre sondern sogenanntes AOC
(Assimilierbares organisches Carbon) ab, organischer Kohlenstoff, von dem sich die Bakterien
ernähren. Nach Einschätzung von Albrechtsen geben die Forschungsergebnisse Anlass zu großer
Sorge, denn hormonwirksame Mittel im Trinkwasser könnten fatale Auswirkungen auf die Gesundheit
haben. Eines der nächsten Forschungsvorhaben werde jetzt wohl die Überprüfung sein, ob die
zunehmende Unfruchtbarkeit bei Männern in der westlichen Welt auch auf die hormonwirksamen
Stoffe in den Wasserleitungen zurückzuführen ist.
Gespeichert

"Die wunderbare Einrichtung und Harmonie des Weltalls kann nur nach dem Plane eines allwissenden und allmächtigen Wesens zustande gekommen sein. Das ist und bleibt meine letzte und höchste Erkenntnis." Isaak Newton
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