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Autor Thema: Positive Aspekte von MM :-)  (Gelesen 1397 mal)
Medizinmann99
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Bleep.


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« am: 06. Oktober 2006, 20:41:41 »

Hallo,

Morbus Meulengracht hat offenbar auch positive Aspekte  Smiley.

Zum einen kriegen wir praktisch keine Herz-Kreislauferkrankungen zum anderen scheint Bilirubin auch einen schützenden Effekt vor Krebs zu haben.

Siehe dazu als Beispiel die 2 hier angehängten Attachments (englisch).

Liebe Grüße

Medizinmann99

* GilbertSyndromeprotectsfromheartdisease.pdf (116.82 KB - runtergeladen 62 Mal.)
* bilirubinmayprotectagainstcancer.pdf (96.13 KB - runtergeladen 68 Mal.)
« Letzte Änderung: 16. Februar 2007, 13:21:41 von Medizinmann99 » Gespeichert

"Die wunderbare Einrichtung und Harmonie des Weltalls kann nur nach dem Plane eines allwissenden und allmächtigen Wesens zustande gekommen sein. Das ist und bleibt meine letzte und höchste Erkenntnis." Isaak Newton
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« Antwort #1 am: 29. Oktober 2006, 17:54:25 »

Das hatte ich schon vor Jahren irgendwo gelesen, nun habe ich einen Artikel dazu gefunden. Bilirubin schützt extrem gut vor freien Radikalen, also sprich vor Krebs.

Immerhin einmal ein guter Aspekt hihi, hier der Artikel:

Bilirubin macht Säuglinge gelb und schützt vor Radikalen

Das Blutabbau-Produkt Bilirubin lässt nicht nur die Haut von Neugeborenen gelb worden, sondern schützt den Körper vermutlich auch vor aggressiven Molekülen. Dabei scheint Bilirubin sogar um ein Vielfaches wirksamer zu sein als das beste bisher bekannte so genannte „Antioxidantium", das zum Beispiel schädliche Sauerstoffradikale abfängt. Das berichtet Salomon Snyder von der Johns Hopkins University School of Medicine in Baltimore (US-Staat Maryland) im US-Fachblatt „Proceedings of the National Academy of Sciences“ ("PNAS", DOI: 10. 1073/pnas.252626999).

Seit langem schon rätselten Forscher, warum sich beim Abbau von Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff, das unlösliche und in hohen Dosen giftige Bilirubin bildet. Auf dem Reaktionsweg dorthin liegt es an einer Stelle als „Biliverdin" in einer ungiftigen und löslichen Form vor, in der es der Körper leicht loswerden könnte. „Es gab da aber eine Reihe von Studien, die zeigen, dass Bilirubin bei Erwachsenen das Risiko von Gefäßerkrankungen und Krebs senkt", heißt es in "PNAS". Snyder und seine Mitarbeiter untersuchten daher in menschlichen Zellkulturen eine mögliche Schutzwirkung von Bilirubin.

Dauerbeschuss mit Sauerstoff
Dazu schalteten sie in der Kultur jenes Enzym aus, das für die Bildung von Bilirubin zuständig ist. Anschließend behandelten die Forscher ihre Zellen mit unterschiedlichen Verdünnungen aus Wasserstoffperoxid (H202), einer Substanz, die bereitwillig Sauerstoffradikale abgibt.

Das Ergebnis sei überdeutlich gewesen: Zellen ohne Bilirubin wurden schon bei geringen Konzentrationen geschädigt und starben. Damit zeige sich, dass Billrubin eine starke Schutzwirkung besitze, schreiben die Mediziner. Nach ihren Berechnungen ist diese 10.000 Mal stärker als die des stärksten bisher bekannten „Antioxidantiums" in der Zelle, dem Gluthathion.

Das Geheimnis liegt in der Regeneration
Anders als Gluthathion regeneriere sich Bilirubin wahrscheinlich immer wieder und könne dann erneut ein freies Radikal abfangen. Dies sei auch der Grund dafür, warum bisher niemand die Berichte über eine Schutzwirkung der Substanz recht ernst genommen habe, meinen die Wissenschaftler. Es gebe in der Zelle so wenig davon, dass eine bedeutende Rolle des Moleküls als unwahrscheinlich schien.

Washington (dpa/fwt), 12/02

http://www.klinikinfo.de/artikel/viewer-test2.cfm?do=30&site=2&id=17&aid=1653
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Medizinmann99
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Bleep.


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« Antwort #2 am: 25. November 2006, 17:06:51 »

Unser stärkstes körpereigenes Antioxidanz

Das Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin heißt Biliverdin oder Bilirubin und wird über die Galle ausgeschieden.

Was wir bisher noch nicht wussten: Aufgrund seiner Fähigkeit, freie Radikale abzufangen, schützt Bilirubin u.a. vor Herzinfarkt. Menschen mit hohen, normalen Bilirubinspiegeln haben deutlich weniger Atherosklerose als Menschen mit niedrigen Normalspiegeln.

Prof. Fritz Bach, Harvard Universität anl. mediterrane Anti-Aging Conference, Catania Oct.16 2004
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« Antwort #3 am: 30. August 2007, 16:35:25 »

Bilirubin wirkt in hoher Konzentration als Zellgift. Andererseits schützt ein nur leicht erhöhter Bilirubin-Blutspiegel vor Herz-Kreislauferkrankungen. Jetzt haben amerikanische Wissenschaftler die Ursache dieser schützenden Wirkung aufgedeckt: Bilirubin ist das effektivste Antioxidans unseres Körpers und verhindert Zellschäden durch hochreaktive Sauerstoffverbindungen. Das berichten Forscher der Johns Hopkins University in der Online-Ausgabe des Fachjournals "Proceedings of the National Academy of Sciences".

"Bilirubin übertrifft in seiner Wirkung als Antioxidans sogar das Glutathion, das seit 80 Jahren als das wirksamste zelluläre Antioxidans angesehen wird", sagt der Leiter des Forschungsteams Solomon Snyder. Die Wissenschaftler untersuchten die Auswirkungen von oxidativem Stress auf Kulturen menschlicher Zellen. Durch eine spezielle Technik hatten die Forscher in den Zellkulturen das Gen ausgeschaltet, das für die Bildung des Enzyms Biliverdin-Reduktase verantwortlich ist. Ohne dieses Enzym, das Biliverdin in Bilirubin umwandelt, wurden die Zellen bereits durch sehr geringe Mengen an Wasserstoffperoxid stark geschädigt. Im Vergleich dazu bewirkte ein Mangel an Glutathion deutlich geringere Zellschäden.

Dass Bilirubin reaktive Sauerstoffverbindungen, so genannte freie Radikale, unwirksam machen kann, war bekannt. Da es aber normalerweise nur in sehr geringer Konzentration in unserem Körper vorkommt, schrieb man dieser Eigenschaft keine physiologische Bedeutung zu. Jetzt stellte sich heraus, dass ein einzelnes Bilirubinmolekül 10.000 Moleküle freier Radikale inaktivieren kann, während das molekulare Verhältnis beim Glutathion lediglich 1:1 beträgt. Das ist dadurch möglich, dass Bilirubin bei der Reaktion nicht verbraucht sondern durch die Biliverdin-Reduktase ständig wieder reaktiviert wird. "Dieser Redox-Zyklus könnte die Hauptfunktion von Bilirubin darstellen", schreiben die Autoren. Snyder vermutet, dass Bilirubin die Aufgabe hat, die Zellmembranen zu schützen, während Glutathion den Schutz des Zellinnern übernimmt.

Die jetzt vorliegenden Ergebnisse beantworten auch die Frage, warum das beim Hämoglobinabbau entstehende Biliverdin überhaupt in Bilirubin umgewandelt und nicht direkt ausgeschieden wird. "Als elegante und wirksame Methode, um Zellen vor oxidativem Stress zu schützen, ist Bilirubin wahrscheinlich eine wichtige Erfindung der Evolution", sagt Snyder.


Autor: Joachim Czichos
Quelle: Johns Hopkins University



Die Frage ist nur, wann ist der Bilirubinwert nur leicht erhöht ?
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